Ein wunder Po (Windeldermatitis) beginnt mit kleinen geröteten Stellen am Po. Diese können sich über den ganzen, von der Windel bedeckten Bereich ausdehnen. Ursache der Entzündung: Zersetzungsprodukte von Urin und Stuhl machen der Haut im feuchtwarmen Klima unter der Windel arg zu schaffen und überfordern die Abwehrmechanismen der zarten Babyhaut. Hinzu kommen Feuchtigkeit und Wärme, die sich unter der Windel stauen und die dünne Hornschicht der Haut aufweichen. Alkalischer Ammoniak, gebildet aus Harnstoff, unterwandert den schwachen Säureschutzmantel des Säuglings.
Wichtigste Regel: Haut im Windelbereich trocken halten
Wechseln Sie die Windeln öfter als sonst, sechsmal am Tag und mehr. Lassen Sie das Kind eine Zeit lang im Warmen ohne Windel strampeln. Die frische Windel sollte luftdurchlässig sein und Feuchtigkeit gut aufnehmen. Sie darf nicht scheuern oder zu eng anliegen.
Mit leicht sauren Pflegeprodukten liegen Sie richtig
Zum Reinigen des Windelbereiches verwenden Sie außer klarem Wasser höchstens ein mildes Hautöl oder eine spezielle Babywaschlotion. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke ein Produkt empfehlen, das im sauren Bereich liegt. Seife ist völlig fehl am Platz. Ölgetränkte Pflegetücher eignen sich, wenn sie keinen Alkohol oder andere hautreizende Stoffe wie Konservierungsmittel oder Parfüm enthalten. Anschließend lassen Sie den gereizten Po an der Luft trocknen oder tupfen die Haut ganz vorsichtig trocken. Zum Abschluss cremen Sie die entzündeten Stellen mit einer speziellen Wundschutzcreme oder -salbe ein. Hier haben sich heilungsfördernde Zusätze wie Kamille, Dexpanthenol, Zinkoxid, Vitamin E, Ringelblume oder Hamamelis bewährt.
Normale Reinigungsbäder weichen die Haut noch zusätzlich auf. Bei verschiedenen Formen der Hautentzündung sind dagegen heilende Bäder mit Kleie oder gerbenden Zusätzen (zum Beispiel Hamamelis, Eichenrinde oder synthetische Gerbstoffe) empfehlenswert.
Bei hartnäckigem Ausschlag Arzt aufsuchen
So behandelt, sollte der Ausschlag in drei bis vier Tagen verschwunden sein. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Rötung nicht zurückgeht oder sich ausdehnt. Knötchen, Bläschen, Pusteln, Krusten und Schuppung deuten auf eine Verschlimmerung. Auf vorgeschädigter Haut und im warmen, feuchten Klima haben auch Pilze leichtes Spiel.
Pilze: "Trittbrettfahrer" des wunden Pos
Häufig tritt mit dem Windelausschlag ein "Soor" auf, eine Infektion mit dem Hefepilz Candida. Sie zeigt sich in scharf begrenzten, glänzenden Rötungen mit Schuppung. Hier hilft eine Pilz hemmende Creme, beispielsweise mit Nystatin, die der Arzt auch verordnet. Bei häufigem Windelausschlag wird der Arzt nach weiteren Erkrankungen wie Allergien fahnden. Auch die Ernährung hat einen Einfluss: Gestillte Kinder leiden seltener an Windeldermatitis.
St. Georgius Apotheke
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