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Eltern

Sie können Leben retten!

Von: St.Georgius Apotheke

4.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Blutkrebs, etwa die Hälfte sind Kinder und Jugendliche. Viele sind auf der Suche nach ihrem Lebensretter - das könnten Sie sein!

Bei Leukämie (Blutkrebs) spielen die weißen Blutzellen verrückt, sie vermehren sich unkontrolliert und funktionieren nicht mehr richtig. Die kranken Zellen verdrängen zudem andere lebenswichtige Bestandteile des Blutes. Ohne Behandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie müssten Leukämie-Kranke sterben. Die einzige Chance auf eine Heilung besteht oft in der Übertragung gesunder Blutstammzellen von einem gesunden Spender.

Der passende Spender - die Nadel im Heuhaufen
Das Problem: Nicht jeder beliebige Mensch kommt als Spender in Frage, denn seine Gewebemerkmale müssen genau zu denen des Kranken passen. Innerhalb der eigenen Familie stehen die Chancen dafür nicht schlecht. Etwa jedem Vierten kann ein Verwandter helfen. Doch was passiert, wenn sich in der Familie kein geeigneter Spender findet? Dann beginnt die schwierige Suche nach der "Nadel im Heuhaufen".

Spenderdateien führen Hilfesuchende und Helfer zusammen
Um die Chance zu erhöhen, dass Empfänger und Spender zueinander finden, wurden in den letzten Jahren im gesamten Bundesgebiet Knochenmarkspender-Dateien ins Leben gerufen. Menschen, die prinzipiell zu einer Spende bereit wären, lassen sich dort freiwillig registrieren und ihre Gewebemerkmale untersuchen. Dafür genügt eine Blutprobe beim Hausarzt. Die einzelnen Organisationen melden die Adressen an das "Zentrale Knochenmarkspender-Register" in Ulm. Dort laufen auch die Hilferufe leukämiekranker Menschen ein.

Fast Jeder darf spenden

Bei etwa jedem vierten Leukämiepatienten muss das Spender-Register noch immer passen. Vor allem Kranke mit seltenem Gewebemuster werden bei der Suche nach einem Spender oft bitter enttäuscht. Ihre Chance wächst mit der Zahl der Menschen, die sich registrieren lassen. Spender werden, das können grundsätzlich alle Menschen zwischen 18 und 55 Jahren, wenn sie in guter körperlicher Verfassung sind, mindestens 50 kg schwer, nicht extrem übergewichtig und gesund. Diese Einschränkungen werden zum Schutz des Spenders, aber natürlich auch zum Wohle des Patienten gemacht. (Detaillierte Informationen über die Voraussetzungen zur Spende finden Sie auf den Seiten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS).

Wie läuft die Spende ab?
Die lebensrettenden Zellen können auf zweierlei Art und Weise gewonnen werden:


Bei der einen Methode - der Knochenmarkspende - entnehmen die Ärzte mit einer Art großen Spritze eine kleine Menge Knochenmark aus dem Beckenknochen. (Entgegen einer weit verbreiteten Irrmeinung geht es also keinesfalls um das Rückenmark in der Wirbelsäule!). Die Entnahme geschieht unter Narkose. Das Knochenmark bildet sich schnell wieder nach.

Bei der anderen Methode werden die Stammzellen aus dem Blut des Spenders gewonnen. Das erspart ihm die Narkose. Allerdings muss er einige Tage lang Spritzen mit einer Substanz in Kauf nehmen, welche die Stammzellen in seinem Blut anreichert.
Welche Methode in Frage kommt, hängt vom Fall ab. Die DKMS verzeichnet pro Monat durchschnittlich 20 herkömmliche Knochenmark-Entnahmen unter Narkose und rund 40 periphere Stammzellentnahmen aus dem Blut.


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