Wenn Sie Härchen zu Hause in Eigenregie entfernen möchten, haben Sie die Wahl: Rasieren, Enthaarungscreme oder -schaum und Wachs. Welche Möglichkeit Sie wählen, hängt nicht nur von Ihrer persönlichen Vorliebe ab, sondern auch von der zu behandelnden Hautstelle. Ein Hinweis vorab: Bei Muttermalen, Krampfadern und offenen Wunden ist Enthaaren in den betroffenen Bereichen tabu.
Superschnell: Nass- oder Trockenrasur
Ob mit scharfer Klinge oder mit Elektrorasierer - so machen Sie den Härchen am schnellsten den Garaus. Zudem ist dieses Verfahren preiswert. Beim Rasieren werden die Haare direkt an der Hautoberfläche gekappt. Für Frauen gibt es spezielle Apparate, die einen körpergerecht gewölbten Scherkopf besitzen und sich auf unterschiedlich lange und starke Haare einstellen lassen. Eine Nassrasur hält etwas länger, dafür geht es mit dem Trockenrasierer schneller. Diesen benutzen Sie am besten vor dem Baden oder Duschen. Die Haare dürfen weder nass noch aufgeweicht sein. Rasieren ist vor allem für Beine und Bikinizone geeignet.
Nachteil: Die Haare verschwinden nur für kurze Zeit. Bereits nach wenigen Tagen sprießen deutlich sichtbare Stoppeln. Also: Klinge weg vom Damenbart! Manchmal ist die Haut nach einer Rasur gereizt, und es bilden sich kleine, rote Pickelchen an den Haarporen. Beruhigende Pflegecremes aus der Apotheke schaffen Abhilfe.
Tipp: Nehmen Sie eine scharfe Klinge für die Nassrasur, um Verletzungen zu vermeiden. Die Haut muss gut angefeuchtet, eingeseift oder dick mit Rasierschaum bedeckt sein. Spezielle Preshave-Präparate erleichtern die Elektrorasur, weil sie die Haare aufrichten.
Creme oder Schaum: Haare einfach auflösen
Enthaarungscremes und -schäume enthalten Wirkstoffe, die die Haare direkt unter der Hautoberfläche auflösen. Nach einer Einwirkzeit werden sie schmerzfrei mit einem Spatel abgeschabt oder mit einem Kosmetiktuch abgenommen. Am besten machen Sie das vor dem Duschen, denn Creme- oder Schaumreste müssen gründlich und mit viel Wasser abgespült werden. Es dauert acht bis zehn Tage, bis die Haare wieder nachgewachsen sind. Auch sprießen sie nicht so stoppelig wie nach einer Rasur. Für sensible Haut gibt es spezielle Präparate. Mit dieser Methode lassen sich sämtliche Körperhaare leicht entfernen, auch unter den Achseln und im Gesicht.
Nachteil: Sie brauchen ein wenig Zeit: Rund 15 bis 20 Minuten dauert die Prozedur. Zudem können chemische Haarentfernungsmittel die Haut reizen. Deshalb: anschließend weder Deo noch parfümierte Hautcreme benutzen. Das reizt die Haut zusätzlich.
Tipp: Testen Sie Ihre Hautreaktion vor der ersten Anwendung, etwa in der Ellenbeuge. Halten Sie sich dabei an die empfohlene Einwirkzeit. Zeigen sich innerhalb von sechs bis zwölf Stunden keine Hautreizungen, können Sie das Mittel benutzen.
Wachs: besonders gründlich, aber "autsch"
Gründlich und gleich für mehrere Wochen lassen sich störende Haare mit Wachs entfernen. Dabei werden sie mitsamt der Wurzel ausgerissen. Auch hier sprießen die Haare scheinbar dünner nach als bei der Rasiermethode. Sie können zwischen Warm- und Kaltwachs sowie gebrauchsfertigen Kaltwachsstreifen wählen. Letztere lassen sich leichter anwenden und sind zeitsparender: Je Bein dauert es rund zehn Minuten. Die Methode ist für die Unterschenkel gut geeignet.
Nachteil: Die Technik ist ein bisschen schmerzhaft. Und damit es klappt, müssen die Haare mindestens einen halben Zentimeter lang sein.
Tipp: Die Haut sollte fettfrei sein, also vorher gut reinigen. Danach mit Pflegemitteln kühlen.
St. Georgius Apotheke
Inh. Helmut Reygers
(Fachapotheker für Offizinpharmazie)
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