Unreiner Teint? An falscher Ernährung liegt es nur selten. Aber wir können beim Essen trotzdem viel Gutes für unsere Haut tun!
Wenn wir uns in unserer Haut wohl fühlen, sind wir mit uns und der Welt im Reinen. Zeigen sich jedoch Mitesser, Pickel oder gerötete Hautstellen, kann das durchaus mit der Ernährung zu tun haben. Lippenbläschen und Hautunreinheiten verderben uns die Stimmung. Wir gönnen uns dann keine Schokolade mehr, verzichten auf Pommes frites, Gänseschmalz und Nüsse, essen weniger Fleisch, meiden Milch und andere Produkte, die möglicherweise die Ursache dieser Hautveränderung sein können. In vielen Fällen lassen sich Hautprobleme aber gar nicht auf eine Lebensmittelunverträglichkeit zurückführen.
Beim Essen muss unsere Haut aus dem Vollen schöpfen können
Wer voreilig vermeintliche Auslöser vom Speiseplan streicht, kann seiner Haut sogar schaden, denn sie braucht eine große Auswahl unterschiedlicher Lebensmittel und deren Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Am besten fünfmal am Tag etwas Obst oder eine kleine Portion Gemüse essen und Vollkornprodukte bevorzugen. Fisch- und Fleischgerichte sollten Sie keinesfalls vom Teller verbannen. Selbst vor Zusätzen, die bei der Herstellung und Verarbeitung einer Reihe von Lebensmitteln verwendet werden (wie zum Beispiel Füll- oder Rieselstoffe), muss in der Regel niemand Angst haben. Sie gelten nur bei maximal zwei Prozent aller Hautprobleme als Verursacher. Sollten Sie jedoch den Verdacht einer Lebensmittelunverträglichkeit hegen, lassen Sie zuerst von Ihrem Hautarzt spezielle Tests durchführen. In den meisten Fällen wird er feststellen, dass keine Lebensmittelallergie im eigentlichen Sinn vorliegt, sondern dass die Haut allgemein überempfindlich reagiert, überreizt und geschwächt ist. Wenn das der Fall ist, muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Nahrungsmittel er nicht gut verträgt.
Lebensmittel, die der Haut schmeicheln
Doch Lebensmittel können die Haut nicht nur reizen, sie können sie auch beruhigen: Etliche Vitamine, wie beispielsweise das Vitamin B2 aus Milch, Käse und Quark, sowie Vitamin B6 (unter anderem enthalten in Lachs, Leber und Vollkornprodukten) schützen uns vor roten Pusteln und entzündlichen Schuppen, wie sie bei Vitaminmangel gelegentlich auftreten. Als wahre Hautschmeichler gelten die Inhaltsstoffe einiger Fische. In ihren Fetten stecken besondere mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Stoffwechsel sehr wirkungsvoll in so genannte Reglerstoffe umbauen und damit Entzündungsvorgänge im Körper stoppen kann. Insbesondere fette Meerwasserfische wie Makrele, Lachs, Hering und Thunfisch liefern der Haut seltene Fettsäuren, die wie eine Ölkur von innen wirken.
Auch wer kein Fischfreund ist, kommt auf seine Kosten
Zum Glück nehmen diese wertvollen Fette beim Erhitzen keinen Schaden. Es muss also nicht unbedingt der rohe Heringshappen sein auch ein deftiges Lachssteak oder eine gebratene Makrele kommt der Haut zugute. Wer keinen Fisch mag, beugt mit Weizenkeim-, Walnuss-, Leinsamen- oder auch Nachtkerzensamen- und Borretschsamenöl (beide aus der Apotheke) vor. Diese Pflanzenfette liefern die Omega-3-Fettsäuren, aus denen der Stoffwechsel die gleichen antientzündlichen Stoffe aufbaut, die er auch aus Fischfetten bildet. Na dann: Essen Sie sich schön!
St. Georgius Apotheke
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