Notwendige Impfungen
Von: St.Georgius Apotheke
Spritze Andere Länder, fremde Sitten. Doch eine andere Lebensweise bringt nicht nur neue und spannende Erfahrungen mit sich. Es gibt auch jede Menge Krankheiten und Infektionen, die unser Körper nicht kennt und somit auch keine Abwehrkräfte dagegen besitzt. Gegen eine solche Infektion mit fremden Erregern können Sie sich durch Impfungen schützen.
Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen. Sie enthalten nur die wichtigsten Impfungen und ersetzen in keinem Fall den Gang zum Arzt!
- Tetanus und Diphtherie: Vor jeder Reise sollten Sie den Impfschutz kontrollieren. 10 Jahre nach der letzten Impfung wird eine Auffrischung empfohlen, meist in Form einer Zweierkombination Diphtherie/Tetanus.
- Polio: Allen Reisenden nach Afrika, Asien und Südosteuropa wird eine Polioimpfung empfohlen. Besonders bei Reisen in die Dominikanische Republik, nach Haiti und in die Philippinen wird dringend dazu geraten. Polio gehört allerdings nicht mehr zu den Routineimpfungen, sondern wird nur noch bei Reisen in die genannten Gebiete empfohlen. Der Impfschutz hält 10 Jahre.
- Typhus: Wer in Ländern mit niedrigem Hygienestandard unterwegs ist, sollte gegen Typhus geimpft sein. Dies gilt für Nordafrika, Indien und Südostasien. Es gibt zwei wirksame, gut verträgliche Impfprinzipien: die Schluckimpfung und die parenterale Impfung (Spritze).
- Hepatitis A: Die Impfung wird dringend allen empfohlen, die in tropische, subtropische und osteuropäische Länder reisen. Zur Zeit gelten auch noch einige Mittelmeerländer als Risikogebiete. Es stehen mehrere gute und sichere Impfstoffe zur Verfügung, auch eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Der Impfschutz besteht in der Regel für 10 Jahre.
- Hepatitis B: Empfohlen wird diese Impfung für die Gebiete Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie Süd- und Osteuropa. Besonders gefährdet für eine Infektion mit Hepatitis B sind Personen im Gesundheitswesen und Patienten mit häufigen Blutübertragungen. Auch für Kinder und Jugendliche ist diese Impfung entsprechend dem Impfkalender seit einigen Jahren vorgesehen. Der Impfschutz dauert ebenfalls 10 Jahre.
- Gelbfieber: Die Gelbfieberimpfung ist in bestimmten Ländern schon bei der Einreise vorgeschrieben. Für manche anderen Regionen, in denen ein Gelbfieber-Risiko herrscht, wie Brasilien wird sie empfohlen. Gegen Gelbfieber darf nur an Gelbfieber-Impfstellen geimpft werden. Der Nachweis im Impfausweis ist erst nach zehn Tagen gültig. Nach dem Aufenthalt in einem Land mit Gelbfieberaufkommen - oder nach einem Transfer über solch ein Land - ist eine Gelbfieber-Impfbescheinigung bei der Einreise sogar Pflicht.
- Malaria: Eine Impfung existiert derzeit noch nicht. Zur Prophylaxe gehört sowohl der Schutz vor Mückenstichen sowie die Einnahme verschiedener Medikamente in Form von Tabletten.
- FSME: FSME ist eine von Zecken übertragene Krankheit. Grundsätzlich sollte jeder, der in ein Endemiegebiet fährt und sich dort in der freien Natur aufhalten möchte, geimpft sein. Viele Länder gelten als Risikogebiete, auch der Süden Deutschlands.
- Cholera: gegen Cholera stehen für die Reise in Risikogebiete (Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika) Impfungen zur Verfügung, wichtiger ist aber die Einhaltung der Hygienevorschriften. In einigen Ländern ist sie inoffizielle Vorschrift bei der Einreise.
- Sonstiges: Für Risikotouristen können auch eine Tollwut-Impfung, eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis und die Impfung gegen Japanische Enzephalitis in Betracht kommen. Ältere Menschen, chronisch Kranke und Risikopersonen mit engem Kontakt zu anderen Personen (z. B. Pflegekräfte) sollten gegen Influenza geimpft sein.
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